Kurzinterviev mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Bilanz nach einem Jahr Landeshauptmann.

 

Wie sieht Ihre Bilanz nach 12 Monaten als Landeshauptmann aus?
Man kann sich nicht aussuchen, wann man welche Funktion übernimmt, ich hätte mir einen anderen Start gewünscht, denn dieses Jahr war geprägt von Amokfahrt und Flüchtlingskrise. Aber abseits davon ist auch viel geschehen, laufend wird Reformpotenzial ausgelotet und notwendige Reformen vorbereitet. Wir haben schon einiges erreicht, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.

Was sind Ihre Ziele für die Steiermark?
Das Ziel ist und bleibt die Steiermark an die Spitze zu bringen. Dafür müssen wir die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Ich denke da vor allem an die Bereiche Gesundheit und Pflege sowie das Budget. Aber über allem steht die Attraktiverung des Wirtschaftsstandortes, denn gute und sichere Arbeitsplätze haben oberste Priorität.

Wie kann man den Wirtschaftsstandort attraktivieren?
Mit einem Standortpaket müssen Investitionen angekurbelt und die Bürokratie eingeschränkt werden. Betrieben ist heute für fast alles ein Beauftragter vorgeschrieben, das kann nicht der
Weisheit letzter Schluss sein. Es braucht ein Mehr an Eigenverantwortung, ein Weniger an Vorschriften und Bürokratie. Drittens müssen die Lohnnebenkosten gesenkt werden.